Zu Gast bei der Polizeidirektion Bad Segeberg

FDP besucht die Polizeidirektion Segeberg:

Die Polizei Segeberg stärkt das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung!“

Gleich zu Beginn des Gespräches eröffnete der Polizeipolitische Sprecher der FDP Landtagsfraktion, Jörg Hansen (selbst ehemaliger Polizeibeamter) dem Leiter der Polizeidirektion Segeberg, Leitender Polizeidirektor Andreas Görs, ein Geheimnis: „Sie haben mir die erste „Pliete“ in meinem Leben ausgestellt.“

Eine „Pliete ist im Polizeijargon der Begriff für eine Verwarnung im Straßenverkehr und es trug sich 1984 in Flensburg zu, wo Görs als junger Kommissarsanwärter das Dokument erstellte.

Hansen besuchte mit seinem FDP-Landtagskollegen Stephan Holowaty, der seinen Wahlkreis in Segeberg hat, die Polizeidirektion, um sich vor Ort zu informieren. Die Besonderheit des Direktionsbereiches besteht darin, dass zum einen eine hohe Belastung durch die Ballung im Hamburger Randbereich besteht und auf der anderen Seite die Herausforderung der Fläche. Diese anspruchsvolle Aufgabe löst die PD Segeberg mit einem belastungsorientierten Präsenzmodell, so erläuterte Görs. „Präsenz, Ermittlungen und Prävention sind gleichrangige Säulen unserer Arbeit“.

Dadurch will man gute und professionelle Polizeiarbeit abliefern. Denn sie bedeutet mehr Sicherheit und trägt auch zu einem erhöht guten Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung bei. Dies lasse sich auch anhand von Zahlen in der Region belegen. Die Zahl der Straftaten sank 2017 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren.

Jochen Drews als Kripo-Chef ging hier insbesondere auf das Geschehen im „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ ein, das die Jamaika-Koalition als einen Schwerpunkt im Koalitionsvertrag aufnahm. Görs und Drews erläuterten die umfangreichen Maßnahmen u.a. mit der Einrichtung einer SoKo sowie einer professionalisierten Kontrolltätigkeit. Ob sie auch den gewünschten Effekt bringen werden, werde man nach Auswertung der Zahlen sehen. Verbunden mit einer engagierten Arbeit der Präventionsbeamten verspricht man sich allerdings bereits jetzt, das Sicherheits-gefühl in der betroffenen Bevölkerung zu stärken.

Als einen weiteren aktuellen Schwerpunkt nannte Görs die in die Kritik geratene Landesunterkunft in Boostedt. Hier hat die PD Segeberg ihre Maßnahmen sowohl personell und strukturell erhöht. „Ich freue mich, dies zu hören und dies so umfassend erläutert zu bekommen, denn die dortige Situation hat in der jüngsten Vergangenheit doch zu größerer Unruhe geführt,“ fasste Holowaty dieses Thema zusammen.

Als Herausforderung für die Politik nannten die drei Polizeibeamten in erster Linie, die Attraktivität des Polizeiberufes zu steigern. „Zwar ist die Landespolizei derzeit so gut wie wohl noch nie ausgestattet, aber wir müssen auch dafür sorgen, dass das Arbeitsumfeld passt,“ so Görs, der damit den baulichen Zustand der Liegenschaften in Norderstedt und Pinneberg nannte. Personell habe man zudem das Problem, dass die PD Segeberg als verhältnismäßig junge Dienststelle viel mit Personalfluktuation zu kämpfen habe. Als ein Grund habe man die durchaus hohen Kosten für Wohnungen und Grundstücke  ausgemacht. „Die jungen Polizistinnen und Polizisten können es sich nicht leisten, sich hier ihre Existenz aufzubauen und wandern daher nach einer gewissen Zeit weiter. Dies könnte man mit speziellen Modellen wie z.B. Landesbedienstetenwohnungen oder einer Ballungsraumzulage wie in anderen Bundesländern schmackhaft machen, um der Dienststelle auch Planungssicherheit zu geben.“

Hansen und Holwaty bedankten sich für den längeren Meinungsaustausch „Auch als Kenner der Polizei öffnen diese Gespräche den Blick für Themen, die die Basis bewegen und man noch nicht so im Visier hatte!“

Foto: PD Segeberg

Jochen Drews (Leiter BKI), Stephan Holowaty, LPD Andreas Görs (Leiter PD Segeberg), EPHK Matthias Wieske (Leiter StB 1, Einsatz) Jörg Hansen

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