Besuch bei der Bundespolizeidirektion 11

Die Bundespolizeidirektion 11 ist ein wichtiger Baustein in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands

Die Entscheidung für die Einrichtung der Bundespolizeidirektion 11 in Berlin war das Ergebnis einer Analyse
der Bedrohungslage für Deutschland. Hier sind Spezialkräfte zusammengefasst, so beispielsweise auch die GSG9-Einheit.
Sie nahm ihre Arbeit am 01.08.2017 auf und soll die Polizeiarbeit stärker zentralisieren.
Der polizeipolitische Sprecher der FDP Landtagsfraktion Jörg Hansen besuchte die Behörde und wurde von
Vizepräsident Thomas Helbig empfangen.

„Wir sind eine Einsatzbehörde“, machte Helbig gleich deutlich. Von hier aus sollen Terrorein-sätze im Inland,
Sicherung von Botschaften, der Einsatz der Bundespolizei-Fliegergruppe sowie Entschärfung von Bomben
oder chemischen bzw. biologischen Waffen koordiniert werden. Aber diese organisatorische Verbesserung ist erst der Anfang.

Dass sich die Fähigkeiten stets weiterentwickeln, machte Helbig anhand des Beispiels der Abwehr von Drohnen deutlich:
„Diese spezielle Bedrohung bedarf spezieller Einsatz-anpassungen, an denen wir seit geraumer Zeit intensiv arbeiten“.

Helbig unterstrich, dass sich die Polizeien des Bundes und der Länder stets auf die neuen Möglichkeiten des polizeilichen
Gegenübers – insbesondere bei der Terrorabwehr – einstellen müssen. Daher ist als ein weiterer Schwerpunkt die Einsatz-
und Ermittlungsunterstützung eingerichtet worden. Hansen stimmte ihm hier zu und verwies auf die Initiative der
FDP Fraktion hinsichtlich der Abwehr von Cyberkriminalität. Er unterstrich dabei die Bedeutung:
„Die Politik muss die Polizei in die Lage versetzen, auf neue Kriminalitätsformen auch schnell reagieren zu können,
bestenfalls immer einen Schritt voraus zu sein!“

Die Bundespolizeidirektion 11 versteht sich neben ihren originären Aufgaben daher auch als Angebot für die Länderpolizeien
wie Schleswig-Holstein, das Spezialwissen auch vernetzt zu vermitteln. Ein abschließender Blick in die unterschiedlichen Lagezentren vervollkommneten den Besuch.

„Spezialkräfte müssen stets einsatzbereit sein und flexibel agieren. Eine Koordination unter einem Dach ist daher
eine höchst effektive Professionalisierung“, zeigte sich Hansen nach dem Besuch beeindruckt.

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