Besuch der Bundespolizei-Abteilung Ratzeburg

Die Lübecker Nachrichten berichteten über meinen Besuch bei der BuPol-Abteilung in Ratzeburg, bei dem mich unser Fraktionsvorsitzende Christopher Vogt und Innenpolitiker Jan-Marcus Rossa, MdL, begleiteten:

„Bundespolizei Ratzeburg kritisiert latente Rassismus-Vorwürfe
Bei einem Besuch von FDP-Politikern hat der Leiter der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg Thorsten Rapp Rassismus-Vorwürfe gegen die Polizei zurückgewiesen und mehr Sachlichkeit gefordert.
Der Leiter der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg, Thorsten Rapp, hat strukturelle und latente Rassismus-Vorwürfe gegen die Polizei zurückgewiesen. In einem Gespräch mit den lauenburgischen Vertretern der FDP-Landtagsfraktion Christopher Vogt und Jan-Marcus Rossa sowie Jörg Hansen habe Rapp sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
In der Migrationskrise wurde die Polizei noch gelobt
„Im Zuge der Migrationskrise 2015 wurden wir noch ausdrücklich von allen Seiten für unser umsichtiges und weltoffenes Handeln gelobt, um nach dem tragischen Tod von George Floyd in den USA nunmehr pauschal und vor allem undifferenziert kritisiert zu werden. Hier würde ich mir in der Debatte einfach mehr Sachlichkeit und weniger Polemik wünschen“, so Rapp im Austausch mit den FDP-Landespolitikern. Der Erwerb und Ausbau der interkulturellen Kompetenz sei bereits seit Mitte der neunziger Jahre ein fester Bestandteil der Aus- und Fortbildung der Bundespolizei, so Rapp.
Der Landtagsabgeordnete Jörg Hansen ergänzt, dass ihn insbesondere die Lagen in Stuttgart und jüngst in Frankfurt große Sorge machten. „Die Polizeien der Länder und speziell der Bundespolizei bereiten die Polizistinnen und Polizisten mit großer Sorgfalt zwar auf dieserart Lagen vor. Ausschreitungen quasi aus einer alltäglichen polizeilichen Kontrolle heraus sind jedoch nicht zu akzeptieren und mit aller Konsequenz zu begegnen.
Rassismusvorwürfe sind laut FDP deplatziert
Für die FDP kündigte Hansen an, eine „Respektkampagne“ zu starten, mit der Polizisten, Feuerwehrleuten und anderen Rettungskräften „der Rücken gestärkt“ werden solle. „In den vergangenen Wochen sei in Deutschland ein Klima des Misstrauens gegenüber der Polizei gesät worden“, sagt Hansen. Die Bundespolizei sei hervorragend ausgebildet und habe in vielem ihren hohen Einsatzwert bewiesen. „Eine pauschale Verurteilung über Rassismusvorwürfe gegenüber allen Polizistinnen und Polizisten halten wir nicht nur wegen der hohen Verantwortung in der Flüchtlingsthematik 2015 für vollkommen deplatziert.“ Einer Studie zum Racial Profiling werde sich die FDP nicht verschließen, weil sie zur Versachlichung der Debatte beitragen könne, so Hansen.
Bundespolizei unterstützt Landespolizei bei Einsätzen und Ermittlungen
Neben der aktuellen Diskussion war die Arbeit der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg laut Leiter Rapp seit März 2020 geprägt vom Corona-Ausbruch. Durch den m dem Ausbruch der Pandemie verbundenen bundesweiten Lockdown hätten sich die Einsatzanlässe der Bundesbereitschaftspolizei, wie der Schutz von Veranstaltungen und Versammlungen oder der Einsatz anlässlich von Fußballspielen zunächst erheblich reduziert. Von Mitte März bis Ende Juni habe die Bundespolizeiabteilung Ratzeburg mit ihren Einsatzkräften die Dienststellen an der deutsch-dänischen Grenze bei den corona-bedingten Grenzkontrollen und im weiteren Verlauf bei der Grenzüberwachung unterstützt.
Außerdem hätten die Bundespolizisten Seite an mit Landespolizisten anlässlich der Besetzung der Großschlachterei in Kellinghusen oder in Rahmen umfangreicher Brandermittlungen in Kaltenkirchen und Neumünster gearbeitet. „Die Bundespolizeiabteilung Ratzeburg konnte hierbei durch ihre technischen Spezialisten wertvolle Unterstützung für die Landespolizei leisten“, so Rapp.“
Fotos: mit freundlicher Genehmigung der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg

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